Die Direktorin kündigt zum Saisonstart, der F&B-Leiter fällt für Monate aus, die Zahlen rutschen ins Minus. Im Hotel wartet der Betrieb nicht, bis eine Nachfolge gefunden ist. Genau für diese Lücke gibt es Interimsmanagement.

Eine Führungsposition in der Hotellerie neu zu besetzen, dauert erfahrungsgemäß Monate: Suche, Gespräche, Kündigungsfrist beim alten Arbeitgeber. In dieser Zeit entscheidet sonst niemand, das Team verliert die Orientierung, und Gäste merken es zuerst. Eine Führungskraft auf Zeit schließt diese Lücke und übergibt danach geordnet.

01Anlässe

Wann Führung auf Zeit die richtige Antwort ist

Interimsmanagement ist kein Notnagel, sondern ein Werkzeug für klar umrissene Situationen.

  • Vakanz: Kündigung, Krankheit oder Elternzeit in Hoteldirektion, F&B-Leitung oder Küchenleitung. Der Betrieb braucht sofort jemanden, der entscheidet.
  • Turnaround: Umsatz und Ergebnis passen nicht mehr zusammen. Hier hilft jemand von außen, der ohne Rücksicht auf alte Gewohnheiten auf die Zahlen schaut und Entscheidungen auch umsetzt.
  • Eröffnung und Umbau: Pre-Opening, Neupositionierung oder die Einführung neuer Systeme binden Führungskapazität, die im laufenden Betrieb fehlt.
  • Übergang und Nachfolge: Zwischen Inhaber und Nachfolge braucht es oft eine Brücke, die den Betrieb stabil hält und die Übergabe vorbereitet.
02Unterschied

Interimsmanager ist nicht gleich Berater

Der Unterschied liegt in der Verantwortung. Ein Berater analysiert und empfiehlt, entscheiden muss der Betrieb selbst. Ein Interimsmanager übernimmt die Rolle: Er führt das Team, trifft Entscheidungen im Tagesgeschäft und steht für das Ergebnis ein.

  • Schneller Start: Keine monatelange Suche, keine Kündigungsfrist. Wer Interimsmandate übernimmt, ist darauf eingestellt, kurzfristig anzufangen.
  • Klares Ende: Das Mandat ist befristet und endet mit einer geordneten Übergabe. Es entstehen keine Abfindungen und keine langen Bindungen.
  • Unabhängiger Blick: Wer nicht bleiben will, muss keine Rücksicht auf die eigene Karriere im Haus nehmen. Das macht unbequeme, aber notwendige Entscheidungen leichter.

Die beste Interimslösung ist die, die man nach dem Ende nicht mehr braucht.

03Erste 30 Tage

Worauf es in den ersten Wochen ankommt

Ob ein Interimsmandat trägt, entscheidet sich meist früh. Drei Dinge machen den Unterschied.

  • Ein klares Mandat: Ziele, Befugnisse und Dauer werden vorher schriftlich festgelegt. Das Team muss wissen, wer entscheidet, und der Eigentümer muss diese Rolle auch nach außen stützen.
  • Erst zuhören, dann handeln: Gespräche mit Abteilungsleitungen und Mitarbeitenden, ein ehrlicher Blick auf Belegung, Wareneinsatz, Personalkosten und Gästebewertungen. Danach wenige, sichtbare Maßnahmen, die dem Team zeigen, dass sich etwas bewegt.
  • Die Übergabe von Anfang an planen: Abläufe, Kennzahlen und Entscheidungen werden so dokumentiert, dass die spätere Nachfolge darauf aufbauen kann. Idealerweise begleitet das Interimsmanagement auch die Auswahl dieser Nachfolge.
04Positionen

Welche Positionen wir auf Zeit besetzen

Interimsmanagement im Hotel betrifft meist die Ebenen, an denen der Betrieb hängt: Hoteldirektion und Resident Management, F&B-Leitung und Küchendirektion, Restaurantleitung sowie die kaufmännische Leitung. In der Gastronomie übernehmen wir auch die Betriebsleitung in Gasthöfen und Restaurants, etwa wenn der Inhaber ausfällt oder eine Übergabe vorbereitet wird. Wichtig ist, dass die Person den Betrieb aus eigener Erfahrung kennt, vom Frühstücksservice bis zum Monatsabschluss.

05Ablauf

So läuft ein Interimseinsatz ab

  • Anfrage und Lagebild: Ein Telefonat genügt, um die Situation, die offene Position und den Zeitrahmen zu klären.
  • Mandat mit Ziel und Enddatum: Wir halten schriftlich fest, was in welchem Zeitraum erreicht werden soll und woran Sie den Erfolg messen.
  • Start im Betrieb: Die Führung auf Zeit arbeitet vor Ort, mit Ihrem Team und in Ihren Systemen, und berichtet in festen Abständen an Eigentümer oder Beirat.
  • Übergabe: Am Ende steht eine geordnete Übergabe an die neue Führungskraft, mit dokumentierten Abläufen, Kennzahlen und offenen Punkten.
06Kosten und Dauer

Was Interimsmanagement kostet und wie lange es dauert

Interimsmanagement wird in der Regel über einen Tagessatz abgerechnet. Er richtet sich nach Position, Verantwortung und Einsatzdauer und wird vor dem Start verbindlich vereinbart. Die Dauer hängt vom Anlass ab: Eine Vakanz lässt sich oft in wenigen Monaten überbrücken, ein Turnaround oder eine Eröffnung braucht meist länger. Entscheidend ist das vorab vereinbarte Ende. Führung auf Zeit soll ein Haus stabilisieren und nicht dauerhaft abhängig machen.

Kurzfristig handeln, langfristig denken

Wir übernehmen Interimsmandate in Hoteldirektion, F&B- und Küchenleitung im gesamten DACH-Raum, mit der Erfahrung aus dem operativen Alltag und dem Blick auf die Zahlen. Mehr zu unserer Beratung für Gastronomie und Hotellerie. Wenn es brennt, rufen Sie am besten direkt an: +49 7385 3549874.

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